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                                    (Orgadata AG) machte in seinem Beitrag zur Vernetzung von Software eindrucksvoll klar, wie wichtig durchg%u00e4ngige Datenfl%u00fcsse ohne Medienbr%u00fcche sind. Sein Vortrag %u201eWer abtippt, hat verloren %u2013 wie nahtloser Datenaustausch das Handwerk ver%u00e4ndert%u201c zeigte, dass manuelles Abtippen von Informationen heute nur noch Zeit, Nerven und Pr%u00e4zision kostet. Wagner appellierte an die Betriebe, bei der Auswahl ihrer Software auf offene Schnittstellen (APIs) zu achten, damit Insell%u00f6sungen gar nicht erst entstehen und alle Systeme vom Entwurf bis zur Fertigung reibungslos miteinander kommunizieren.KI-Einsatz bei Qualit%u00e4tspr%u00fcfungenAuch die Qualit%u00e4tspr%u00fcfung profitierte von digitalen Ans%u00e4tzen. Ulrich Kaiser (Qualiwise GmbH) demonstrierte, dass KI-basierte Systeme bei der Ma%u00dfhaltigkeits- und Qualit%u00e4tskontrolle enorme Effizienzpotenziale im Metallhandwerk er%u00f6ffnen. Er betonte, dass insbesondere bei kleinen Losgr%u00f6%u00dfen viele Pr%u00fcfungen noch manuell mit hohem Aufwand erfolgen %u2013 hier kann KI sp%u00fcrbar entlasten. Statt Pr%u00fcfwerte m%u00fchsam von Zeichnungen abzuschreiben und Ergebnisse auf Papier festzuhalten, lassen sich diese Prozesse durch intelligente Software automatisieren. So k%u00f6nnen bis zu 70 Prozent der Zeit bei manuellen Pr%u00fcfungen eingespart und gleichzeitig die Fehlerquote deutlich gesenkt werden. Kaisers Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie digitale Technologien nicht nur Arbeit erleichtern, sondern auch f%u00fcr mehr Transparenz und Lernm%u00f6glichkeiten im Betrieb sorgen. Im Anschluss an die Fachvortr%u00e4ge bot eine moderierte Diskussionsrunde die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Strategien f%u00fcr die digitale Transformation im Handwerk zu entwickeln.KI als InnovationsmotorIm weiteren Verlauf r%u00fcckte die K%u00fcnstliche Intelligenz als Innovationsmotor ins Blickfeld. F%u00fcr viele Betriebe ist KI bislang eher Schlagwort als Werkzeug im Alltag. Umso wichtiger war die Botschaft, dass KI kein Privileg der Gro%u00dfindustrie ist, sondern gerade auch im Mittelstand sp%u00fcrbare Entlastung bringen kann. Unter dem Titel %u201eKI im Metallhandwerk: Chancen nutzen %u2013 Regeln einhalten%u201c verdeutlichte Referent Thomas R%u00f6per (BVM), welche M%u00f6glichkeiten KI selbst f%u00fcr kleine und mittlere Metallbetriebe bietet %u2013 und welche Spielregeln dabei zu beachten sind. In seinem Vortrag zeigte R%u00f6per, wo KI heute schon vom B%u00fcro bis zur Werkstatt Arbeitsprozesse sp%u00fcrbar erleichtern kann. Zugleich ging er auf die rechtlichen Rahmenbedingungen ein: Er erkl%u00e4rte beispielsweise praxisnah, was der EU AI Act f%u00fcr Handwerksbetriebe bedeutet, und betonte die Notwendigkeit, KI verantwortungsbewusst und regelkonform einzusetzen. Als praktischen Abschluss pr%u00e4sentierte R%u00f6per erprobte KI-Tools, mit denen Betriebe bereits jetzt Zeit sparen und Abl%u00e4ufe verbessern k%u00f6nnen.Autor und KontaktThomas R%u00f6per Technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstellebeim Bundesverband Metall in EssenE-Mail: Thomas.roeper@metallhandwerk.deVon Innovation bis Recht: Ein Blick auf die H%u00f6hepunkteKlassische Branchenthemen kamen ebenfalls nicht zu kurz. So widmete sich ein Vortragsblock der Nachhaltigkeit %u2013 etwa mit Beispielen zur geb%u00e4udeintegrierten Photovoltaik und effektivem Energiemanagement. Im Themenfeld Technik wurden aktuelle Entwicklungen pr%u00e4sentiert, von neuen Verfahren in der Zerspanungstechnik bis hin zu Fragen der Fertigungstoleranzen. So wurde beispielsweise ein innovatives Fr%u00e4swerkzeug vorgestellt, das speziell auf die materialeffiziente Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen ausgelegt ist. Und auch rechtliche Aspekte des Metallhandwerks standen auf der Agenda: In Vortr%u00e4gen zum Baurecht, Datenschutz, KI und Haftungsfragen erfuhren die Teilnehmer, wie sie verbreitete Irrt%u00fcmer ausr%u00e4umen und ihren Betrieb rechtssicher aufstellen k%u00f6nnen. Diese Inhalte rundeten das Programm ab und gaben den Teilnehmern wertvolle Hinweise f%u00fcr den Gesch%u00e4ftsalltag.N%u00e4chstes KI-Webinar f%u00fcr das Metallhandwerk: 18.03.2026In der Schulung werden Ihnen die notwendigen Kompetenzen gem%u00e4%u00df Art. 4 KI-Verordnung (EU AI Act) vermittelt. Zus%u00e4tzlich erlernen Sie den effizienten Einsatz von K%u00fcnstlicher Intelligenz in Ihrem Betrieb.Anmeldung KI-Seminar am 18. M%u00e4rz 2026Ausblick: Metallkongress 2026Der Blick richtet sich bereits auf den Metallkongress 2026 am 23./24. Oktober. In der Planung diskutierte Themen sind unter anderem automatisierte Sichtkontrollen, Spezialt%u00fcren aus Stahl, Inklusion im Handwerk, automatisiertes Schwei%u00dfen, Mitarbeitergesundheit, Fachkr%u00e4ftesicherung aus dem Ausland sowie wirtschaftliche und rechtliche Aspekte des Metallhandwerks.Die Mischung aus Technik, Strategie und pers%u00f6nlichem Austausch hat sich bew%u00e4hrt. W%u00fcrzburg bleibt auch 2026 der Ort, an dem Expertise, Geselligkeit und Zukunftsthemen des Metallhandwerks zusammenkommen.Anmeldung Metallkongress 23. bis 24. Oktober 2026Netzwerk 13301| 26
                                
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