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Aus den Kinderschuhen %u20261996 war vieles noch in den Kinderschuhen. Der Wille war vorhanden, doch alles andere war Neuland. Ambosse und Schmiedeessen wurden aus verschiedenen Werkst%u00e4tten zusammengeklaubt, die einfachen Pavillon-%u00dcberdachungen im Baumarkt gekauft. Sie waren aber wegen der Feuer darunter zu niedrig. Also stellte der Bauhof meterhohe Baumst%u00e4mme zur Verf%u00fcgung, die Zelte wurden draufgestellt %u2013 das Problem war gel%u00f6st. Wie so vieles andere auch, damals vor 30 Jahren. Irgendwie hatte das Schmiedetreffen in Deutschland wohl gefehlt. Schon beim ersten Versuch fand sich die damalige Schmiedeprominenz in Kolbermoor ein: Vulkanschmied Manfred Bredohl, Schmiedepapst Alfred Habermann, Oskar Hafen aus Meckenbeuren, Damaszenerstahl-Pionier Manfred Sachse %u2013 um nur einige zu nennen. Und schon beim ersten Treffen wurde nicht nur geschmiedet, es ergaben sich spontan spannende Vortr%u00e4ge und Vorf%u00fchrungen.Internationale Zusammenarbeit1998 gab es auf Einladung der Biennale-Organisatoren ein inoffizielles Treffen von B%u00fcrgermeistern und Schmieden im Kolbermoorer Rathaus aus St%u00e4dten, in denen %u00e4hnliche Treffen organisiert wurden. Drei Jahre danach wurde daraus der %u201eRing der Europ%u00e4ischen Schmiedest%u00e4dte. Als Gr%u00fcndungsmitglied dieser einzigartigen Gemeinschaft hat Kolbermoor eine feste Rolle im europ%u00e4ischen Netzwerk der Schmiede. Der Funke springt %u00fcberViele Premieren folgten in den Jahren danach. Es wurden Workshops installiert, das Nachtschmieden am Samstag kam ins Programm. Die IG Schmiede aus der Schweiz trat mit ihrem M%u00e4rchen-Zyklus bei vielen Treffen auf. 2012 gab es die erste Gastland-Pr%u00e4sentation, die Ladies-Night wurde veranstaltet und im Rahmenprogramm traten unterschiedliche Musikgruppen auf. Es gab auch schon Veranstaltungen in den Zwischenjahren wie das Rennfeuersymposium und die Veranstaltungsreihe %u201eNo Hate%u201c an der sich viele Organisationen aus Kolbermoor beteiligten. Tradition trifft ZukunftDie Gegenwart der Biennale ist gepr%u00e4gt von Offenheit und Experimentierfreude. Neben klassischen Schmiedevorf%u00fchrungen und Ausstellungen finden Workshops, Vortr%u00e4ge und internationale Wettbewerbe statt. Junge Talente treffen auf erfahrene Meister ihres Fachs, neue Techniken erg%u00e4nzen alte Formen %u2013 Tradition trifft Innovation. Was mit einer kleinen Gruppe engagierter Schmiede begann, ist heute ein internationales Kulturereignis, das weit %u00fcber die Region hinausstrahlt. Die Biennale der Schmiede in Kolbermoor verbindet Menschen, Nationen und Generationen. Sie h%u00e4lt die Flamme eines Handwerks lebendig, das zugleich uralt und h%u00f6chst modern ist. yMehr Infos: Schon in der letzten Ausgabe haben wir berichtet %u2026Der Nachwuchs ist gefragtWorkshopBei der Biennale 2026 in Kolbermoor findet wieder ein Workshop f%u00fcr den schmiedischen Nachwuchs statt. Bei diesem Workshop f%u00fcr Jungschmiede sind Lehrlinge, junge Gesellen und auch ambitionierte Sch%u00fcler gefragt. F%u00fcnf Pl%u00e4tze sind f%u00fcr den Schmiedenachwuchs aus %u00d6sterreich reserviert. Die restlichen zehn Pl%u00e4tze werden nach Eingangsdatum vergeben. Den Workshop leitet der Habermann-Preistr%u00e4ger Tom Carstens, voraussichtlich zusammen mit Alfred Bullermann. Das Thema des Treffens wollen die beiden zu Beginn des Workshops zusammen mit den Teilnehmern erarbeiten. Pers%u00f6nliches Werkzeug bitte mitbringen, soweit vorhanden.Anreise der Teilnehmer ist am 4. August. Am Morgen des 5. August geht es los. F%u00fcr die %u00dcbernachtung steht %u2013 wie vor zwei Jahren %u2013 die Turnhalle zur Verf%u00fcgung (Schlafsack nicht vergessen). F%u00fcr Verpflegung ist gesorgt. Auf gehts nach Kolbermoor. Anmeldung und Info bei Peter Elga%u00df, pe53@gmx.de, Tel.: 0171 5145649.Notbehelf bei RegenwetterDie beiden HabermannPreistr%u00e4ger Alfred Bullermann und Tom Carstens leiten den Kurs f%u00fcr Jungschmiede112 Metallgestaltung03 |26

