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                                    schied sich das Team bewusst gegen Sandstrahlen.Das thermische Entlacken, bei dem Altbeschichtungen pyrolytisch gel%u00f6st werden, brachte die Struktur des Schmiedeeisens klar hervor. Die Oberfl%u00e4che wirkte pl%u00f6tzlich lebendig, die Hammerschl%u00e4ge der urspr%u00fcnglichen Schmiede wurden sichtbar.%u201eMan erkennt wieder, dass das kein Massenprodukt ist%u201c, sagt Schmidt. %u201eJeder Stab erz%u00e4hlt von der Hand, die ihn geformt hat.%u201cKonservierung statt NeuerfindungNach der Entlackung folgte der entscheidende Schritt: der Korrosionsschutz. Statt des weit verbreiteten Feuerverzinkens entschied man sich f%u00fcr eine denkmalvertr%u00e4gliche Alternative: das Spritzverzinken.Es sch%u00fctzt dauerhaft, ohne das Risiko von Verzug, %u00dcberzinkung oder Detailverlust. Es ist technisch pr%u00e4ziser, kontrollierbarer %u2013 und es bewahrt die historische Oberfl%u00e4chenstruktur.Die anschlie%u00dfende Nasslackierung im Spritzverfahren gew%u00e4hrleistete eine ruhige, gleichm%u00e4%u00dfige Oberfl%u00e4che %u2013 ohne Pinselspuren, ohne optische Unruhe.Montage: Millimeterarbeit am WeltkulturerbeAm Dom selbst begann die Arbeit von neuem. Neue Edelstahlh%u00fclsen wurden in den Sandstein eingebleit %u2013 eine reversible, spannungsfreie Verbindung, die Metall und Stein voneinander entkoppelt. Die Zaunelemente wurden zun%u00e4chst trocken montiert, ausgerichtet, korrigiert und erst nach perfekter Passung endg%u00fcltig gesetzt.Die T%u00fcr, als wichtiges Scharnier des Gesamteindrucks, bestimmte die finale Flucht und Geometrie. Kleine Abweichungen wurden nachjustiert, bevor die endg%u00fcltige Verschraubung erfolgte.Am Ende entstand kein %u201eneuer%u201c Zaun %u2013 sondern ein sorgf%u00e4ltig bewahrtes St%u00fcck Handwerksgeschichte, das nun wieder Jahrzehnte, vielleicht ein weiteres Jahrhundert, dem Ensemble dient.Ein Zaun, der wieder atmen kannHeute wirkt die restaurierte Anlage fast selbstverst%u00e4ndlich: ruhig, pr%u00e4zise, authentisch. Man muss genau hinsehen, um zu erkennen, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Detail steckt. Doch gerade das macht den Wert dieser Restaurierung aus:Sie ist sichtbar, indem sie unsichtbar bleibt. Sie sch%u00fctzt, ohne zu dominieren. Sie bewahrt, ohne zu verf%u00e4lschen. Sie l%u00e4sst den Ort wieder atmen.%u00bbEin Denkmal ist kein Objekt, es ist ein Gegen%u00fcber. Und man muss ihm zuh%u00f6ren, bevor man es ber%u00fchrt%u00ab2025 ist das am Kaiserdom Speyer gelungen %u2013 in einer Verbindung aus Technik, Tradition und tiefem Respekt.Thomas Maria SchmidtMetallgestaltung 11703 |26Undatierte Zeichnungder AnlageKonstruktion & Materialien%u2022 11 Zaunfelder, 12 Pfosten, 1 T%u00fcrelement%u2022 Durchmesser der Anlage: circa 11,50 Meter%u2022 Pfosten: 25 %u00d7 25 Millimeter Vierkantvollmaterial%u2022 F%u00fcllst%u00e4be: 16 %u00d7 16 Millimeter Vierkant, spieskant%u2022 Obergurt & Untergurt: Flachstahl 30 %u00d7 8 Millimeter%u2022 Verbindung: durchgesteckte St%u00e4be (Lochung), E-Hand-Schwei%u00dfkonstruktion%u2022 Gestaltung: ausw%u00e4rts gebogene Sicherungsb%u00f6gen, enges Stabraster, unregelm%u00e4%u00dfige OberkanteDer Schmied und RestauratorThomas-Maria SchmidtEr ist Metallgestalter, Metallbaumeister und Restaurator im Handwerk aus H%u00f6heischweiler. Seit der Gr%u00fcndung seiner Werkstatt 1994 arbeitet er in den Bereichen historische Schmiedekunst, Denkmalpflege und k%u00fcnstlerische Metallgestaltung. Er wurde unter anderem Internationaler Deutscher Meister der Schmiede (2012), Bronzemedaillengewinner der Schmiedeweltmeisterschaft Stia (2017) und hat 2025 den Deutschen Metallbaupreis erhalten. Seit 2016 ist er Pr%u00e4sident des IFGS e. V. und deutschlandweit an bedeutenden Restaurierungsprojekten beteiligt.Kontakt:Thomas-Maria SchmidtLambacher Berg 1066989 H%u00f6heischweilerTel. +49 (0)6331 98377metallgestaltung_schmidt@hotmail.dewww.thomas-maria-schmidt.de
                                
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