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Automatisierungsgrad, insbesondere bei der CNCProgrammierung. Viele Prozesse, die in der Branche noch manuell oder teilautomatisiert erfolgen, sind bei uns digital integriert. Das reduziert Fehlerquellen, verk%u00fcrzt Durchlaufzeiten und sorgt f%u00fcr eine hohe Wiederholgenauigkeit.Hinzu kommt die weitgehende Automatisierung unserer Lieferkettenplanung. Gerade in einem Multi-Factory-Modell ist es entscheidend, Auftr%u00e4ge, Kapazit%u00e4ten, Materialverf%u00fcgbarkeit und Liefertermine intelligent miteinander zu verkn%u00fcpfen. Wir nutzen Datenanalysen, um kontinuierliche Verbesserungen zu erm%u00f6glichen und operative Entscheidungen noch gezielter zu treffen. K%u00fcnftig wird es vor allem darauf ankommen, diese F%u00e4higkeiten weiter auszubauen.Sie kommen aus Lean- und Six-Sigma-Strukturen: Wo liegen heute %u2013 trotz hoher Automatisierung %u2013 die gr%u00f6%u00dften Ineffizienzen oder %u201eHidden Factories%u201c in Ihrem System? Und wie ver%u00e4ndern sich klassische Lean-Prinzipien in einer softwaregesteuerten Fertigung?Ruud Vullers: Die Lean-Prinzipien %u00e4ndern sich auch in einem hochautomatisierten System nicht. Es geht immer darum, die acht Verschwendungsarten (Transport, Lagerbestand, unn%u00f6tige Bewegungen, Wartezeiten, %u00dcberproduktion, %u00dcberbearbeitung, Fehler und ungenutztes Potenzial) zu reduzieren. F%u00fcr 247TS liegen die gr%u00f6%u00dften Lean-Potenziale in den Bereichen Transport, unn%u00f6tige Bewegungen und %u00dcberbearbeitung.247TailorSteel steht f%u00fcr Geschwindigkeit und Zuverl%u00e4ssigkeit. Wie definieren und messen Sie Lieferqualit%u00e4t im Detail? Und wie gehen Sie mit Zielkonflikten zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Pr%u00e4zision um?Ruud Vullers: Lieferqualit%u00e4t messen wir vor allem %u00fcber die termingerechte Lieferung. Konkret betrachten wir den Anteil der Lieferungen, die wir entsprechend dem best%u00e4tigten Lieferdatum ausliefern. F%u00fcr unsere Kunden ist nicht nur Geschwindigkeit wichtig, sondern vor allem Verl%u00e4sslichkeit. Ein sehr kurzer Liefertermin hat nur dann einen Wert, wenn er auch eingehalten wird.Wenn es Zielkonflikte zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Genauigkeit gibt, hat die Liefergenauigkeit f%u00fcr uns klare Priorit%u00e4t. Metallbauer m%u00fcssen sich darauf verlassen k%u00f6nnen, dass ein zugesagter Termin auch tats%u00e4chlich realistisch ist.Das bedeutet nicht, dass Kosten und Geschwindigkeit zweitrangig sind. Im Gegenteil: Unser Gesch%u00e4ftsmodell basiert darauf, kurze Lieferzeiten wirtschaftlich und pr%u00e4zise zu realisieren. Aber operative Exzellenz entsteht nicht dadurch, dass man einzelne Kennzahlen isoliert optimiert. Entscheidend ist das Gleichgewicht. Wir m%u00fcssen schnell sein, aber nicht auf Kosten der Stabilit%u00e4t. Wir m%u00fcssen effizient sein, aber nicht auf Kosten der Qualit%u00e4t. Und wir m%u00fcssen pr%u00e4zise sein, ohne dabei unn%u00f6tige Komplexit%u00e4t in den Prozess zu bringen.Steigende Energiepreise und Instrumente wie CBAM ver%u00e4ndern die Spielregeln der Industrie. Welche konkreten Auswirkungen sehen Sie auf Ihre Kostenstruktur? Und welche operativen Hebel haben aktuell den gr%u00f6%u00dften Effekt?Ruud Vullers: Es ist offensichtlich, dass die Rohstoffkosten steigen. Dies gilt insbesondere f%u00fcr Aluminium aufgrund des Konflikts im Iran. F%u00fcr uns ist es in solchen Situationen besonders wichtig, langfristige und stabile Beziehungen zu unseren Rohstofflieferanten zu pflegen. Diese Partnerschaften sind ein wesentlicher Faktor, um auch in volatilen M%u00e4rkten handlungsf%u00e4hig zu bleiben. Sie helfen uns, Verf%u00fcgbarkeiten besser abzusichern und Marktentwicklungen fr%u00fchzeitig einzuordnen. Gleichzeitig beobachten wir regulatorische Entwicklungen wie CBAM sehr genau, weil sie langfristig Einfluss auf Kostenstrukturen und Beschaffungsentscheidungen haben werden.Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei vielen Auftraggebern eine immer wichtigere Rolle. %u00d6kologie und %u00d6konomie k%u00f6nnen sich ideal erg%u00e4nzen. Welche Ma%u00dfnahmen ergreifen Sie in diesem Bereich? Ruud Vullers: Nachhaltigkeit ist nat%u00fcrlich ein wichtiger Faktor, den es zu ber%u00fccksichtigen gilt. Deshalb sind wir stets bestrebt, den Energieverbrauch kontinuierlich zu senken, Verpackungsabf%u00e4lle zu reduzieren und ein effizientes Transportnetzwerk aufzubauen. Noch wichtiger ist es uns jedoch, die Ausnutzung unserer Rohstoffe durch vollautomatisches, intelligentes Verschachteln kontinuierlich zu verbessern. F%u00fcr uns geh%u00f6ren Nachhaltigkeit und Effizienz daher eng zusammen. Ma%u00dfnahmen, die Material, Energie oder Transportaufwand reduzieren, st%u00e4rken nicht nur unsere Umweltbilanz, sondern auch unsere Wettbewerbsf%u00e4higkeit. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit nicht als separates Projekt zu betrachten, sondern als festen Bestandteil operativer Exzellenz.Die Software Sophia ist zentral f%u00fcr Ihr Gesch%u00e4ftsmodell. Wo st%u00f6%u00dft das System heute an Grenzen? Wo hilft KI? Und in welche Richtung entwickeln %u00bbEs ist offensichtlich, dass die Rohstoff- kosten steigen. Dies gilt insbesondere f%u00fcr Aluminium aufgrund des Konflikts im Iran%u00abRuud Vullers:Unternehmen 8903| 26

