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Fachverband Metall HessenSteuereinnahmen knacken die Billion-Euro-Marke BelastungenDie aktuell ver%u00f6ffentlichten Zahlen zeigen: Bund, L%u00e4nder und Kommunen haben 2025 erstmals mehr als eine Billion Euro an Steuern eingenommen %u2013 rund 1035 Milliarden Euro und damit knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Rekordniveaus schlie%u00dft der Staatshaushalt mit einem Defizit von rund 107 Milliarden Euro ab.%u201eEs ist ein bemerkenswerter Betrag %u2013 aber eines zeigt diese Entwicklung ganz klar: Die Steuer- und Abgabenlast f%u00fcr Unternehmen und Besch%u00e4ftigte steigt weiter, auch wenn der Staat mehr einnimmt%u201c, erkl%u00e4rt Alexander Repp, Landesinnungsmeister des Fachverbands Metall Hessen. W%u00e4hrend einzelne Steuerarten wie Lohn- und Einkommensteuer deutlich zulegen, stagnieren oder sinken andere wichtige Einnahmequellen wie die Gewerbe- und K%u00f6rperschaftsteuer.Gerade f%u00fcr die Handwerksbetriebe im Mittelstand bedeutet das: steigende Abgaben- und Belastungsquoten trotz guter Konjunkturdaten, die Liquidit%u00e4t und Wettbewerbsf%u00e4higkeit schm%u00e4lern. Gleichzeitig w%u00e4chst die Belastung durch Sozialbeitr%u00e4ge, die ein erhebliches Kosten- und Strukturproblem f%u00fcr den Produktionsstandort Deutschland darstellen. In diesem Kontext kann der SPD-Vorschlag zur Erbschaftsteuer nur als Angriff auf den Wirtschaftsstandort gewertet werdenReform der ErbschaftssteuerVor diesem Hintergrund bewertet der Fachverband Metall Hessen die j%u00fcngsten Vorschl%u00e4ge der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer als wirtschaftspolitisch riskant und falsch adressiert. Die SPD-Pl%u00e4ne sehen vor, insbesondere gro%u00dfe Unternehmens- und Betriebsverm%u00f6gen st%u00e4rker zu besteuern und bestehende Steuerbeg%u00fcnstigungen zu reformieren, unter anderem durch einen neuen Lebens- und Unternehmensfreibetrag und progressive S%u00e4tze f%u00fcr hohe Verm%u00f6genswerte. %u201eGerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es nicht vermittelbar, zus%u00e4tzlichen Druck auf familiengef%u00fchrte Unternehmen auszu%u00fcben%u201c, so Alexander Repp. %u201eWir stehen in Hessen f%u00fcr einen starken industriellen Mittelstand %u2013 aber gerade diese Unternehmen tragen bereits heute einen gro%u00dfen Teil der Steuer- und Abgabenlast. Eine zus%u00e4tzliche Belastung im Erbschaftsteuerrecht w%u00fcrde nicht nur die Unternehmensnachfolge erschweren, sondern auch Investitionen, Arbeitspl%u00e4tze und Innovationen gef%u00e4hrden.%u201c Dies best%u00e4tigen auch kritische Stimmen aus der Wirtschaft, die den SPD-Vorschlag als zus%u00e4tzlichen Belastungsfaktor f%u00fcr den Produktionsstandort Deutschland sehen.Wirtschaft st%u00e4rken statt belastenDer Fachverband Metall Hessen fordert daher: %u2022 Entlastung der Betriebe bei Steuer- und Abgabenlasten, um internationale Wettbewerbsf%u00e4higkeit zu sichern. %u2022 Verl%u00e4ssliche Rahmenbedingungen, statt kurzfristiger steuerpolitischer Experimente. %u2022 Statt Erbschaftsteuer-Erh%u00f6hungen konkrete Ma%u00dfnahmen zur St%u00e4rkung von Investitionen, Forschung und Besch%u00e4ftigung.%u201eSteuereinnahmen in H%u00f6he von einer Billion Euro sind ein wichtiges Signal, aber sie d%u00fcrfen nicht dazu f%u00fchren, dass der Mittelstand der Verlierer einer umverteilenden Politik wird. Mehr Belastung ist nicht der richtige Weg f%u00fcr einen starken Wirtschaftsstandort Hessen und Deutschland%u201d, so Alexander Repp abschlie%u00dfend. %u2759Foto: Fachverband Metall Hessen%u201eDer Mittelstand darf nicht Verlierer einer umverteilenden Politik werden%u201c, sagt Landesinnungsmeister Alexander Repp01|26138 Netzwerk

