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Trend Betriebsaufgaben um 50 Prozent gestiegenDie aktuelle Umfrage der DATEV eG zeigt einen besorgniserregenden Trend: Die Zahl der Betriebsaufgaben ist deutschlandweit um rund 50 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung betrifft auch in besonderem Ma%u00dfe das Metallhandwerk in Hessen und stellt die Zukunft vieler kleiner und mittelst%u00e4ndischer Betriebe infrage.Immer mehr Betriebsaufgaben sind ein deutliches WarnsignalNach Einsch%u00e4tzung des Fachverbandes Metall Hessen sind vor allem steigende Kosten, zunehmende B%u00fcrokratie, Fachkr%u00e4ftemangel sowie unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen zentrale Ursachen f%u00fcr diese Entwicklung. Viele Betriebe sehen sich nicht mehr in der Lage, den administrativen und finanziellen Anforderungen dauerhaft standzuhalten.%u201eDie Zahlen der DATEV-Umfrage sind ein deutliches Warnsignal%u201c, erkl%u00e4rt Alexander Repp, Landesinnungsmeister des Fachverbandes Metall Hessen. %u201eWenn innerhalb kurzer Zeit die Betriebsaufgaben um 50 Prozent steigen, dann ist das kein individuelles Versagen einzelner Unternehmer, sondern ein strukturelles Problem. Unsere Handwerksbetriebe brauchen dringend verl%u00e4ssliche Rahmenbedingungen, weniger B%u00fcrokratie und sp%u00fcrbare Entlastungen.%u201c Gerade familiengef%u00fchrte Metallbetriebe, die h%u00e4ufig seit Generationen bestehen, geraten zunehmend unter Druck. Neben der wirtschaftlichen Belastung erschweren auch fehlende Nachfolgeregelungen und der Mangel an qualifizierten Fachkr%u00e4ften die Fortf%u00fchrung der Betriebe.Gegenma%u00dfnahmen notwendigDer Fachverband Metall Hessen fordert daher von Politik und Verwaltung entschlossene Ma%u00dfnahmen: schnellere Genehmigungsverfahren, praxistaugliche Regelungen, eine Entlastung bei Energie- und Lohnnebenkosten sowie gezielte Unterst%u00fctzung bei der Unternehmensnachfolge. %u201eDas Metallhandwerk ist ein zentraler Pfeiler der regionalen Wirtschaft und Ausbildung%u201c, so Repp weiter. %u00bbWenn wir jetzt nicht gegensteuern, verlieren wir nicht nur Betriebe, sondern auch Know-how, Ausbildungspl%u00e4tze und wirtschaftliche Stabilit%u00e4t im l%u00e4ndlichen Raum%u00ab Der Fachverband Metall Hessen wird sich weiterhin aktiv f%u00fcr die Interessen seiner Mitgliedsbetriebe einsetzen und den Dialog mit Politik und %u00d6ffentlichkeit suchen, um auf die dramatische Lage im Handwerk aufmerksam zu machen. %u2759Foto: AdobeStock01| 26Netzwerk 139

