Ein buntes Programm wartet auf die Teilnehmer

Anfang des Jahres war noch nicht sicher, ob die 13. Biennale der Schmiede wegen Corona stattfinden kann. Jetzt ist sicher: Nach vier Jahren gibt es wieder ein Schmiedetreffen in Kolbermoor. Es kristallisiert sich ein recht anspruchsvolles Programm heraus. Hier nun einige Höhepunkte:

Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat die Schirmherrschaft der Biennale übernommen. Das Ministerium teilt mit: „Es ist für ihn eine Ehre“. Letztlich fällt das Schmiede- und Metallgestalter-Handwerk ja unter seinen Zuständigkeitsbereich.

 

Teilnehmer früherer Biennalen können sich vielleicht noch an den Silberschmied Bouzou aus Nigeria erinnern. Seine Auftritte mit landestypischem Schmuck fanden viel Beachtung. Bouzou kann aus Gesundheitsgründen nicht mehr kommen, er schickt aber seinen Sohn Abdoulahi, der seine Arbeit übernommen hat. Wir freuen uns über die Zusage von Rene Soller, einem Kunstschmied aus der Schweiz. Rene wird vorführen, wie Schweizer Schellen geschmiedet und mit Messing im Feuer gelötet werden.  Kees Klaassen aus den Niederlanden hat eine faszinierende Art erfunden, sehr kleine aber ausdrucksvolle Figuren mit dem Presslufthammer zu gestalten. Er wird diese raffinierte Technik live vorführen. Martin Fritz aus dem Allgäu zeigt in einem Workshop, wie man mit Hilfe eines Brenners und spezieller Ausrüstung gebrochenes Gusseisen schweißen kann. Dieses Verfahren wird besonders die Teilnehmer interessieren, die mit Guss in der Denkmalpflege zu tun haben.  Am Freitagabend gehört der Schmiedeplatz traditionell den Schmiedinnen. Sie sind eingeladen in der „Ladies-Night“ ihr Können zu zeigen. Schmiede sind höchstens als Zuschläger erlaubt Als Gäste erwartet das Organisationsteam auch heuer wieder die Kult-Anhänger von Samy Vermeulen und Josef Kerschbaumsteiner mit Hapi Holnsteiner.

Es ist also für etwas Mystik und gute Laune gesorgt. Samstag und Sonntag wird ein Team des Archäotechnikers Frank Trommer vorführen, wie zu Anfang der Bronzezeit einfaches Gerät und Schmuck aus Bronze gegossen wurde. Trommer und seine Mitarbeiter arbeiten mit vielen Museen und Universitäten zusammen. Ihre Präsentation ist erstmals in Kolbermoor zu sehen.  Dies sind nur einige Teile des reichhaltigen Programms. Es wird auch Vorführungen im Eggenzinkenschmieden und Radreifenaufziehen geben. Die IG Schmiede aus der Schweiz haben sicher wieder eine Überraschung an Feuer und Amboss vorbereitet und Josef Still erwartet in der Ausstellung im Mareissaal die Ausstellungsstücke der Teilnehmer.  Unser Kupferschmied Manfred Wirth hat sich diesmal wieder einen Kraftakt vorgenommen. Er wird das Schmiedelied von Kolbermoor live von Publikum in Kupfer treiben. Auch für die Kinder gibt es eine neue Attraktion neben dem bewährten Schmieden von Schlüsselanhängern. Was es genau ist, wird noch nicht verraten. Die Biennale startet am Donnerstagabend, 4. August und dauert bis Sonntag, 7. August. Weitere Informationen zum Programm und zum Ablauf finden Sie auf www.metall-zentrum.de und www.metall-aktiv.de.