Forterro akquiriert Klaes: perfektes Material-Triple

Forterro startet weiter durch und hat mit Klaes einen Softwarespezialisten für Holz- und Kunststofflösungen im Fenster- und Türenbau übernommen. Wenige Monate nach der Übernahme von Orgadata setzt Forterro erneut einen Fuß in die Tür der Fensterbranche und erweitert den Geschäftsbereich „Forterro Windows & Doors“.

Nach der Vertagsunterzeichnung (v.l.n.r.): Bernd Hillbrands (Managing Director, Windows & Doors Line of Business, Forterro), Miriam Berzen (Geschäftsführerin Klaes), Lars Klaes (Geschäftsführer Klaes) und Marcus Pannier (President, Forterro) nach der Unterzeichnung, mit der Klaes Teil von Forterro wird. Foto: Klaes

Klaes hat sich seit der Gründung im Jahr 1983 vom Ein-Mann-Betrieb zu einem weltweit aktiven Anbieter von Softwarelösungen für Fenster, Türen, Fassaden und Wintergärten aus Holz und PVC entwickelt. Mit digitalen Werkzeugen wie der ERP-Lösung Klaes premium, der flexiblen Fertigungssteuerung e-prod oder hochspezialisierten 3D-Lösungen für den Fassadenbau ist Klaes in 50 Ländern und vielen Arbeitswelten der Branche verankert.
Dean Forbes, CEO von Forterro, betont die strategische Tragweite: „Mit Orgadata, der BM Group und jetzt Klaes unter einem Dach unterstützen wir alle wichtigen Materialien und Produktionsprozesse. Mit intelligenten, zunehmend KI-gestützten Lösungen helfen wir Herstellern dabei, ihre Prozesse schneller und effektiver zu digitalisieren als je zuvor.“

Mit der aktuellen Akquisition setzt Forterro seinen beeindruckenden Expansionskurs im Fensterbau konsequent fort. Während die marktführende Software Logikal (ehemals Orgadata) im Aluminium-Bereich das Maß aller Dinge bleibt, bringt Klaes seine Expertise für PVC und Holz in Forterro ein.

Leidenschaft und Kundennähe

Miriam Berzen, Geschäftsführerin bei Klaes, sieht in dem Wechsel unter das Dach von Forterro positiv und als Startschuss für eine neue Ära der Leistungsfähigkeit: „Forterro markiert ein spannendes neues Kapitel für Klaes. Seit mehr als vier Jahrzehnten besteht unsere Mission darin, innovative und zuverlässige Lösungen zu entwickeln, die Herstellern in der Fenster- und Türenbranche helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir gewinnen die Schlagkraft und die Ressourcen eines europäischen Marktführers und behalten die Leidenschaft und die Kundennähe, die uns seit unserer Gründung im Jahr 1983 auszeichnen.“

Die Strategie hinter diesem Schritt ist klar: Forterro will sich als führender Partner für die Fenster- und Türenbranche positionieren und vereint dazu die Marktführer unter einem Dach. Durch die Bündelung komplementärer Kompetenzen in Aluminium, Kunststoff und Holz will Dean Forbes die gesamte Wertschöpfungskette abdecken – von der Konfiguration und Kalkulation über die Fertigung bis hin zur Montage. In der aktuellen Pressemitteilung teilt Forterro mit, dass „dieser integrierte Ansatz es Betrieben jeder Größe ermögliche, Abläufe zu verschlanken, Prozesse zu optimieren und ihre digitale Transformation spürbar zu beschleunigen“. Gleichzeitig will man die Präsenz von Forterro im Bereich Softwarelösungen für Handwerk und industrielle Fertigung in Europa weiter ausbauen. 

Innovationen mit Cloud und KI

Auch die Klaes-Produkte sollen „konsequent noch schlagkräftiger“ werden. Gemeinsam werden die Partner massiv in Cloud-Plattformen und KI-gesteuerte Innovationen investieren, um die digitale Transformation im Handwerk und in der Industrie spürbar zu beschleunigen. Durch die Bündelung der Kräfte in der „Windows & Doors“-Sparte können unter anderem Innovationen in Bereichen wie der Fertigungsautomatisierung oder der Datenanalyse deutlich schneller marktreif gemacht werden.

Klaes soll weiterhin als eigenständige Marke innerhalb des Geschäftsbereichs agieren. Für die Anwender bedeutet dieser Schritt aus Sicht von Forterro vor allem Zukunftssicherheit: Sie können künftig von einem globalen Netzwerk, einer gemeinsamen Infrastruktur und zusätzlichem technologischem Know-how profitieren und kommende Marktanforderungen meistern.

Die Verträge für den Klaes-Kauf sind bereits unterzeichnet; der Abschluss wird nach den üblichen behördlichen Genehmigungen im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet.