Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Residenz München wurden die Urkunden an die Träger von insgesamt 21 Neuaufnahmen überreicht. Der Antrag für das Schmiedehandwerk wurde vom Internationalen Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) gestellt.
In der Begründung zur Aufnahme wurde die lange Entwicklung des Schmiedehandwerks hervorgehoben. Schmieden zählt zu den ältesten Handwerkstechniken und hat sich über Jahrhunderte je nach Material, Einsatzbereich und regionaler Tradition spezialisiert. Heute entstehen in Schmiedewerkstätten sowohl Neuanfertigungen als auch fachgerechte Restaurierungen, etwa für Bauteile, Gitter, Beschläge, Werkzeuge oder historische Rekonstruktionen.
Für Baukultur, Denkmalpflege und zeitgenössische Metallgestaltung bleibt das Handwerk damit von Bedeutung. Zugleich steht die Anerkennung für den Erhalt von Fachwissen, regionaler Formenvielfalt und einer nachhaltigen Reparatur- und Restaurierungskultur.
Nach Angaben des IFGS ist bereits der nächste Schritt vorbereitet: Das Bayerische Fachgremium hat das handwerkliche Schmieden für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen. Mit einer Entscheidung wird im Jahr 2027 gerechnet.
Mehr dazu in der kommenden Ausgabe von metall-markt.net. Ab 3. August 2026 online

